Bundeswettbewerb im Augenoptikerhandwerk

Am 29. Mai maßen sich die besten Augenoptikergesellen im Bundesentscheid des Leistungswettbewerbs im Deutschen Handwerk.
Der Wettbewerb musste aufgrund der Corona-Pandemie vom 14. November 2020 auf den 29. Mai dieses Jahres verschoben werden und fand somit erstmalig nicht im eigentlichen Jahr der Gesellenprüfung statt, deren Ergebnis entscheidend ist für die Teilnahme. Am vergangenen Wochenende reisten die besten Augenoptikergesellen aus zwölf Bundesländern nach Dortmund ins Bildungszentrum (BZAO) des Augenoptiker- und Optometristenverbandes Nordrhein-Westfalen.
An drei Stationen mussten die Teilnehmer verschiedene Aufgaben aus dem Augenoptikeralltag bewältigen – coronabedingt unter strengen Hygieneauflagen – und eine randlose Brille nach bestimmten Kundenwünschen verglasen, ein fiktives Beratungsgespräch mit Berücksichtigung einer beginnenden Augenerkrankung führen und schließlich unterschiedliche Fehler bei einer Gleitsichtbrille finden und diese korrigieren. Die entsprechenden Fassungen, Brillengläser bzw. vergrößernden Sehhilfen wurden von den Firmen Zeiss, Flair und Schweizer zur Verfügung gestellt. Die fünfköpfige Jury kürte Selina Knebel aus Bayern (im Bild 2. v.l.) zur ersten Bundessiegerin, sie lernte im Betrieb von Optik Tannek in Dachau und studiert aktuell Augenoptik/Optometrie in München. Den zweiten Platz belegte Laura Eichinger aus Baden-Württemberg (im Bild links) aus dem Ausbildungsbetrieb Optik Ufert in Konstanz; sie wird im September die Meisterschule in München besuchen. Die ehemalige Fielmann-Auszubildende Malena Prieß aus Hamburg (im Bild 2. v.r.) belegte den dritten Platz. Sie möchte weiter Berufserfahrung sammeln und sich weiterbilden – einen Beitrag hierzu leistet der zusätzlich an Malena Prieß verliehene „Sonderpreis Gleitsichtexperte“ der Firma Carl Zeiss, der mit einem Weiterbildungsgutschein verbunden ist.
Bei der Verglasung einer randlosen Brille gab es eine unabhängige Wertung für die kreative Leistung: Den ersten Preis „Die gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten“ erhielt Marie Kahlert (im Bild rechts), die im Optik-Studio Großewinkelmann in Gütersloh (NRW) ihre Ausbildung absolviert hat und aktuell die Höhere Fachschule für Augenoptik in Köln besucht.
Am Samstagabend fand im BZAO mit viel Abstand die Siegerehrung statt. Rainer Hankiewicz, Vorstandsmitglied des Zentralverbandes der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) sowie Vorsitzender des ZVA-Berufsbildungsausschusses (BBA) und Mitglied der Jury, lobte die herausragenden Leistungen der Teilnehmer. ZVA-Vizepräsident und BBA-Mitglied Dieter Großewinkelmann beglückwünschte die Siegerinnen.
Hinweis an die Redaktionen: Die Bilder stehen Ihnen zwecks redaktioneller Nutzung dieser Presseinformation zur honorarfreien Verwendung zur Verfügung. Weitere Bilder auf Anfrage.
Bildhinweis: ZVA/Frank Sonnenberg, Bildinformation:
01: Laura Eichinger (2. Bundessiegerin), Selina Knebel (1. Bundessiegerin), Malena Prieß (3. Bundessiegerin), Marie Kahlert (Die gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten)

Kassensysteme

Handlungsbedarf für Unternehmen gab es in den letzten Jahren auch in unserer Branche zur Genüge im Zusammenhang mit Kassenrichtlinie, GoBD, TSE und Co. Immer wieder melden sich Leser in der Redaktion, die noch einen Punkt auf ihrer Liste stehen haben: Die sogenannte Mitteilungspflicht nach § 146a Abs. 4 AO.

Auch jüngsten Recherchen der Optikernetz-Redaktion zufolge wird dieser Punkt wohl noch eine Weile offen bleiben.

Verschiedenen, bereits älteren Quellen im Internet ist sinngemäß folgende Formulierung zu entnehmen: „[…] Von einer Meldung nach § 146a Absatz 4 AO ist bis zum Einsatz einer elektronischen Übermittlungsmöglichkeit abzusehen. Der Zeitpunkt des Einsatzes der elektronischen Übermittlungsmöglichkeit wird im Bundessteuerblatt Teil I gesondert bekannt gegeben.“

Der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) schreibt nun in der aktuellen Version seiner Handreichung „Kassenführung – Neuregelung zum 1.1.2020“, Stand Mai 2021, in Kapitel IX, Seite 36: „Die […] Mitteilungspflicht an das zuständige Finanzamt wurde durch die am 6. November 2019 durch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) ergangene Nichtbeanstandungsregelung so lange ausgesetzt, bis eine elektronische Übermittlungsmöglichkeit vorhanden ist. (vgl. Kapitel III). Die Bundesregierung hat auf eine Kleine Anfrage der FDP am 15. März 2021 (BT-Drucksache 19/27565) mitgeteilt, dass die elektronische Übermittlungsmöglichkeit erst in 2023 eingesetzt werden soll.“

Die Handreichung „Kassenführung – Neuregelung zum 1.1.2020“ ist auf der Website des ZDH unter folgendem Link abrufbar:

 https://www.zdh.de//fachbereiche/steuern-und-finanzen/kassenfuehrung/handreichung-kassenfuehrung-neuregelung-zum-112020/

 

Mindestausbildungsvergütung ab 01.01.2020

Vor dem Hintergrund des Gesetzes zur Modernisierung und Stärkung der beruflichen Bildung wurde zum 1. Januar 2020 eine gesetzliche Mindestausbildungsvergütung für Auszubildende in Deutschland eingeführt. In diesem Zusammenhang ergibt sich sicherlich die eine oder andere Frage. Im Folgenden fassen wir einige der wichtigsten Punkte für Sie zusammen.

Ab wann gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung?

Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG gilt ab 1. Januar 2020.

Für wen gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung?

Anspruch haben alle Auszubildenden, die ab dem 1. Januar 2020 einen Ausbildungsvertrag abschließen. Dies umfasst den erstmaligen Abschluss eines Ausbildungsverhältnisses sowie einen im Jahr 2020 erfolgten Neuabschluss eines Berufsausbildungsverhältnisses nach einem Betriebswechsel. Auch wer noch 2019 einen Ausbildungsvertrag unterzeichnet hat, aber für eine Ausbildung, die in 2020 beginnt, hat Anspruch.

 

Wer mehr dazu erfahren möchte, kann sich im Mitgliederbereich genauer informieren.

 

Weiterleitung zur Anmeldeseite

Einmal im Jahr zum Augenoptiker

1xO Kampagne

 
Ab dem 4.November startet die neue 1xO Kampagne ” Einmal im Jahr zum Augenoptiker”. Dieses Jahr soll der Schwerpunkt darauf gelegt werden, wer für das Gute Sehen verantwortlich ist, Sie als Augenoptiker. Der Augenoptiker wird hierbei als Dienstleister und und Berufsträger im Vordergrund stehen. 
Neben der reinen Onlinewerbung wird auch vermehrt auf Plakatwerbung und klassische Außenwerbung gesetzt. Videos laufen an 200 Bahnhöfen über Leinwände und auch werden dort Großplakate geklebt. Auch im Erfurter Bahnhof kann man dann das Plakat sehen.

Sie als Innungsbetriebe haben die Möglichkeit selbst vor Ort die Plakatmotive für sich zu nutzen und diese mit individueller Firmierung zu versehen. Sie können das unter folgender Adresse selbst online buchen und sich die Werbeflächen Ihres Betriebes suchen und die Laufzeit wählen. Die Druckkosten für die Plakate übernimmt der Verband, nur die Schaltkosten werden von Ihnen getragen.

http://www.1xo.de/plakatbuchung

Ab sofort können Sie sich in dem Selbstbucher-Tool anmelden. Sie bekommen dann das Passwort und die Erklärung des Tools. Bei Fragen rund um die Buchung stehen Ihnen die Mitarbeiter der ausführenden Firma IT WORKS unter 0211/177590 zur Verfügung.

Auch im Alter gut sehen? Informieren Sie sich was Sie zum Schutz der Augen machen können.

Schutzschild für die Augen

Dass UV-Licht der Haut schadet, ist hinreichend bekannt. Doch auch die Augen brauchen Schutz vor den negativen Einflüssen des Sonnenlichts. Eine gut angepasste Sonnenbrille sieht nicht nur modisch aus, sie sorgt gleichzeitig für blendungsfreie Sicht und schützt vor Langzeitschäden. Was viele nicht wissen: Auch die Blaulichtstrahlung von LEDs und Bildschirmen oder Displays kann sich ungünstig auf die Augen auswirken.

Blaues Licht verursacht Sehstress

Etwa 60 Prozent der Deutschen verbringen täglich mehr als sechs Stunden mit Computern, Tablets oder Smartphones. Der sogenannte digitale Sehstress ist somit weit verbreitet. Das blaue Licht, das von Bildschirmgeräten abstrahlt, verursacht Beschwerden wie müde und trockene Augen bis hin zu Fremdkörpergefühl und verschwommenem Sehen; Konzentrationsschwierigkeiten und Kopfschmerzen sind häufige Folgen. Darüber hinaus kann UV- und vermutlich auch Blaulicht das Auge vor allem langfristig schädigen und etwa Grauen Star (Katarakt) oder Netzhautdefekte begünstigen.

Sehkomfort und Augenschutz

Wer seinen Augen die Arbeit erleichtern möchte, sollte sich bei seinem Optiker zur Bildschirmbrille beraten lassen: Spezielle Brillengläser oder Kontaktlinsen mit Blaulichtfilter sorgen im Job und in der Freizeit für anstrengungsfreies Sehen am Bildschirm – ganz ohne Augenstress. Im Freien schützen klare Gläser oder Kontaktlinsen mit UV-Filter die Augen vor der täglichen Strahlenbelastung, die auch bei bewölktem Himmel vorhanden ist. An sonnigen Tagen bietet eine Sonnenbrille den besten Schutz.

Gutes Licht, schlechtes Licht

Die Kennzeichnung UV 400 für Sonnenbrillen besagt, dass die Gläser potenziell schädliche Strahlung mit einer Wellenlänge bis 400 Nanometer herausfiltern. So sind die Augen im Freien gut geschützt, dennoch profitiert der Körper von den positiven Effekten des Tageslichts und bestimmten Blaulichtanteilen, die unseren Tag-Nacht-Rhythmus steuern. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte seine Sonnenbrille immer beim Augenoptiker kaufen – dort gibt es neben kompetenter Beratung das passende Modell mit entsprechender Schutzwirkung und für jeden Anspruch, zum Beispiel auch in Form einer Sportbrille. Für Kinder ist der Augenschutz übrigens besonders wichtig, da ihre Augenlinse noch weitaus durchlässiger für Strahlung ist.

Weitere Infos: www.1xo.de

Die Augenoptiker der Augenoptiker- und Optometristen Innung des Landes Thüringen finden Sie hier:

Mein Augenoptiker

Sportbrillen: mit sicherem Durchblick ins Freie

Das Frühlingswetter zieht Millionen Freizeitsportler nach draußen. Sportbrillen sorgen für gesunden Durchblick, Sicherheit und Spaß!
Doch die Auswahl ist groß. Das KGS gibt Tipps, worauf fehl- und rechtsichtige Sportler beim Kauf achten sollen.

Berlin, 09.04.2019. Die Outdoor-Saison ist eröffnet. Für viele der rund 11,81 Millionen Deutsche, die mehrmals in der Woche Sport treiben, geht es jetzt raus an die frische Luft. Ohne die passende Sportbrille kann das allerdings böse ins Auge gehen. Das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) gibt Tipps, worauf fehl- und rechtsichtige Sportler bei der Sportbrillenwahl achten sollten:

Sportbrillen sind Sportgeräte. Sie garantieren gutes Sehen, schnelles Reagieren und schützen die Augen. Leider üben 97 Prozent der Brillenträger ihren Sport ohne passende Brille aus. Fatal, denn immerhin ereignet sich laut Statistiken der Unfallversicherer jeder neunte Unfall beim Sport.

Kerstin Kruschinski vom KGS „So gesund die Bewegung im Freien ist, die Risiken sollte jeder kennen: schädliches UV-Licht, gleißende Sonne, holprige Wege, fliegende Insekten. Sportbrillen sorgen für Durchblick, schützen die Augen und sind somit Voraussetzung für eine sichere und schnelle Reaktion.”

Gläser und Fassungen – darauf kommt es an

Gesunder UV-Schutz: Das unsichtbare UV-Licht kann Linse und Netzhaut auf Dauer schädigen. Sicherheit bieten Brillen mit dem CE-Zeichen oder der Kennzeichnung „UV 400″ auf der Bügelinnenseite.

Entspannter Blendschutz: Getönte Gläser schlucken einen Teil des sichtbaren Lichts. Sportler werden weniger geblendet und sehen kontrastreicher. Je nach Sportart ist eine andere der fünf Kategorien optimal. Selbsttönende Gläser passen sich automatisch den Lichtverhältnissen an. Gegen nervende Lichtreflexe helfen polarisierende und entspiegelte Gläser. Sportoptiker können hier beraten.

Sichere Materialien: Um Augenverletzungen auszuschließen, sollten ausschließlich leichte, bruchsichere und flexible Kunststoffe wie Polycarbonat und Nylon zum Einsatz kommen.

Komfortable Passform: Die Fassung muss der Kopfform ergonomisch angepasst und mit Belüftungssystem, verstellbaren Bügeln, Nasenpads und Halteband sowie Antirutschauflagen am Nasensteg und Bügelende ausgestattet sein.

Augenschutz für Fehlsichtige – diese Möglichkeiten gibt es

Fehlsichtige Menschen können Sportbrillen mit Korrektionsgläsern wählen. Alternativ gibt es Sportbrillen mit Baukastensystem: Die Originalgläser werden per Adapter gegen die optischen Gläser getauscht. Einfacher, aber weniger komfortabel sind Sportbrillen mit Wechselscheiben oder Clip-in-Systemen.

Immer mehr Brillenträger greifen zur Kombi Kontaktlinsen und Sportbrille. Die Sicht ist uneingeschränkt scharf, die Bewegungsfreiheit optimal. Unter Schutzbrille und Helm stören die Linsen nicht.

Das Brillen-Jahr 2019 – alles andere als gewöhnlich.

Brillentrends 2019: Von dezent bis extravagant
 
Berlin, 23.01.2019 (KGS). Augen auf für das Brillen-Jahr 2019: Die neuen Modelle überraschen. Rahmenlose Brillen erhalten einen kreativen Schliff, Retro-Fassungen werden neu interpretiert. Dazu kommen Brillen mit raffinierten Cut-Outs, wilden Mustern oder in zwei Tönen – je individueller, desto besser. Auf der internationalen Augenoptik-Fachmesse “opti” vom 25. bis 27. Januar in München sind sie alle zu sehen.
 
Trend 1: Rahmenlose Brillen
Sie sind die heimlichen Stars. Rahmenlose Brillen, ehemals unsichtbar, begeistern jetzt mit Ausdruck. Der Star ist das Glas: mit Facettenschliff oder getönten Kanten, sechs- oder achteckig oder auch in Pilotenform. Sind die Gläser mal nicht das Highlight, bleiben die Augen des Betrachters an auffälligen Stegen und Bügeln hängen. Ein dezentes, aber doch eigenwilliges Statement – auch für Männer.

 
Trend 2: Brillen mit Cut-Outs
In diesem Jahr zieht’s luftig durch die ganze Fassung mit Aussparungen zwischen Rahmen und Gläsern, im Rahmen und in den Bügeln. Ein Trend-Look – detailverliebt, fast schon architektonisch. Das bringt Raffinesse und passt zum Streetstyle-Look ebenso wie zur festlichen Abendrobe.
 
Trend 3: Brillen mit Muster
2019 wird nicht gekleckert, sondern geklotzt – mit ausdrucksstarken Mustern. Wild, grafisch, blumig, mal im Farbenrausch, mal im Ombré- oder Camouflage-Look. Muster bestenfalls auf der ganzen Fassung. Weniger Modemutige beruhigen den Look mit einem neutralen Outfit. Mode-Freaks setzen noch eins drauf und komplettieren die Brille mit Mustern auf der Kleidung und den Accessoires. Echt schräg!

 
Trend 4: Rote Brillen
Das Farbinstitut Pantone hat entschieden: Die Signalfarbe Rot – 2019 ein intensives Fiesta und ein würziges Jester-Red – spielt im Modezirkus weiter kräftig mit. Die eleganten und lebendigen Töne geben jeder Brillenform das gewisse Etwas. Besonders edel wirkt rotes Acetat mit Metallbügeln und -stegen. Und eine rote Sonnenbrille als Farbtupfer zu einem Outfit in Schwarz, Nude oder Cremeweiß – da sieht man gern mal Rot.
 
Trend 5: Pointed Cateye-Brillen
Man kann’s auch auf die Spitze treiben. Mit der Pointed Cateye-Brille beispielsweise. Der obere Rahmen der bekannten Brille in Katzenform läuft jetzt spitz zu. Dazu schmale Gläser, Farben, Materialien und Muster in allen Varianten. Für die moderne Powerfrau hat der futuristisch interpretierte Retro-Look das Zeug zum Aufsteiger des Jahres.
 
Trend 6: Doppelsteg-Brillen
Brillen mit Doppelsteg machen weiterhin Quote. Neu: Nasenstege sind auffällig geformt, der Blick durchs Schlüsselloch geradezu ein Muss. Materialien und Farben werden munter gemixt und versprühen mal Vintage-, mal modernes Flair.
 
Mehr zu den Trends 2019 unter https://www.brillenstyling.de/brillentrends-2019/.

Wintersport: Sicher nur mit Durchblick

Am 24.11. beginnt die Skisaison in Deutschland. Was bei den Vorbereitungen gerne vergessen wird: Gute Sicht ist Voraussetzung für schnelles Reagieren. So ist jeder zweite Skiunfall auf Seh- und Wahrnehmungsfehler zurückzuführen. Kein Wunder: Hohe Geschwindigkeiten und schwierige Sichtverhältnisse verlangen Höchstleistungen von den Augen. Eine geeignete Wintersportbrille gehört deshalb zur Schutzausrüstung.
Wichtige Tipps zum Kauf gibt das Kuratorium Gutes Sehen e.V.

Berlin, 22.11.2018 (KGS). Die Wintersportsaison ist eröffnet. Knapp 15 Millionen deutsche Ski- und Snowboardfahrer stürzen sich in den nächsten Monaten wieder ins weiße Vergnügen. Und das leider auch im wörtlichen Sinne. Jährlich müssen nach Angaben der Stiftung Sicherheit im Sport 40.000 bis 50.000 Skifahrer nach einem Unfall ärztlich versorgt werden. Auch, weil ihnen der Durchblick fehlt: Fast ein Drittel der Wintersportler brettert fehlsichtig über die Piste.

Für Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen kein Spaß: „Wintersport ist Höchstleistungssport für die Augen. Die rasante Fahrt auf steilen, vereisten Abfahrten erfordert schnelle Reaktion. Das alles auf reflektierendem Schnee, bei wechselnden Lichtverhältnissen, dichtem Schneefall oder dicker Nebelsuppe. Wer da nicht gut sieht, fährt volles Risiko.”  

Wintersportbrille: Sieben Tipps für den richtigen Kauf

  1. Gebogene Gläser aus bruchsicherem Polycarbonat für Schutz vor Wetter und bei Unfällen.
  2. 100-prozentiger UV-Schutz für die Augenpartie (UV-400-Kennzeichnung).
  3. Uneingeschränktes Gesichtsfeld für gute Rundumsicht.
  4. Getönte Scheiben für blendfreie, kontrastreiche Sicht: Tönungsstufe 4 für Gletschertouren, Stufe 3 für Abfahrten. Braune Gläser für reale Farbwiedergabe, Rot und Orange für stärkere Kontraste, Gelb bei trübem Wetter und in der Dämmerung. Wechselglas-Systeme bieten hier Flexibilität.
  5. Nasenpads, Schaumstoffauflagen und verstellbare Bügel mit Grip für Komfort und festen Sitz.
  6. Belüftungssysteme, Doppelverglasung und Antifog-Beschichtungen für beschlagfreie Gläser.
  7. EU-Qualitätssiegel CE auf der Bügelinnenseite.   

Praktische Alternativen für fehlsichtige Wintersportler

Kombination Skibrille und Kontaktlinsen
Kein Verrutschen, Beschlagen, Zerbrechen. Kontaktlinsen punkten mit uneingeschränkter Sicht und optimaler Bewegungsfreiheit. Unter Schutzbrille und Helm stören sie nicht. Kontaktlinsenträger wählen zwischen hochsauerstoffdurchlässig formstabilen und -weichen Linsen, die bei Erstnutzung vom Optiker angepasst werden sollten.  

Skibrille mit Korrektion als Maßarbeit oder Baukastensystem
Einstärken- oder Gleitsichtgläser mit den Features einer Skibrille werden vom Fachoptiker in Maßarbeit angefertigt (Direktverglasung). Wer zwischen Kontaktlinsen und Brille wechselt, greift zum Baukastenprinzip: Die Originalgläser werden per Adapter gegen optische Gläser getauscht – mit dem Vorteil großer Sichtbereiche. Alternativ dazu gibt es Clip-in-Systeme, bei denen kleine Korrektionsgläser innen ins Schutzglas geklickt werden.

Funlinsen zu Halloween

Spaß oder Horror
Tipps im Umgang mit Kontaktlinsen

Berlin, 16.10.2018 (KGS). Am 31.10. ist Halloween. In der magischen letzten Oktobernacht verwandeln sich Menschen dank Fun-Kontaktlinsen in Vampire, Zombies oder Hexen. Schön gruselig, aber mit Vorsicht zu betrachten. Falsch angewandt können sie die Augen dauerhaft schädigen. Vor allem Kontaktlinsen-Neulingen fehlt es an Informationen.

Farbige Kontaktlinsen oder solche mit Motiven sind kosmetische Linsen, die das Aussehen des Auges verändern. „Per se geht von ihnen keine Gefahr aus. Fehlanwendungen und die unkontrollierte Abgabe können aber wie bei normalen Kontaktlinsen auch gravierende Folgen haben. Hinzu kommen Einschränkungen beim Sehen“, warnt Dr. Stefan Bandlitz, Dozent an der Höheren Fachschule für Augenoptik Köln.

Mit diesen Regeln für Kauf und Handhabung nimmt das schaurige Treiben ein schönes Ende:

Vom Spezialisten anpassen lassen
Funlinsen gibt es ohne und mit Korrektionswerten auch im Internet oder in Drogerien – allerdings nur in Standardgrößen. Die Augen sind aber individuell wie ein Fingerabdruck. Passen die Linsen nicht, kann es zu Reizungen, schlimmstenfalls zu nachhaltigen Schäden der Hornhaut kommen. Kontaktlinsenspezialisten passen die Linsen an und geben wichtige Tipps zu Handhabung und Pflege.

Beim Kauf beachten
Auf kosmetischen Kontaktlinsen, die auf der Oberfläche pigmentiert sind, haften Bakterien besonders gut. Deshalb nur Linsen kaufen, bei denen die Farbe eingelagert ist oder die im Sandwichverfahren hergestellt wurden.

Hände waschen
Hygiene ist das A und O beim Umgang mit Kontaktlinsen. Vor jedem Ein- und Absetzen müssen die Hände gründlich gewaschen werden.

Autofahren verboten
Funlinsen können das Gesichtsfeld einschränken und die Kontrastempfindlichkeit reduzieren. Auch das Risiko von Abbildungsfehlern steigt. Hinterm Steuer haben Funlinsen deshalb nichts verloren.

Tauschen untersagt
Schnell mal die Viper- gegen die Blood-Shot-Linsen tauschen? Bloß nicht! Wer die Linsen einfach so mit anderen tauscht, holt sich Krankheitserreger direkt aufs Auge und riskiert eine Infektion.

Tragezeiten und Nutzungsdauer einhalten
Nach der vom Hersteller vorgegebenen Nutzungsdauer und der vom Spezialisten empfohlenen Tragezeit ist Schluss mit lustig. Tageslinsen werden nach dem Spaß gleich entsorgt, mehrmals nutzbare Linsen mit dem dafür empfohlenen Pflegemittel gründlich gereinigt, desinfiziert und bis zur nächsten Party gut verschlossen aufbewahrt. Da kosmetische Kontaktlinsen weniger Sauerstoff ans Auge lassen als normale Kontaktlinsen dürfen sie auch nur kürzere Zeiten am Tag getragen werden.

Weitere Informationen rund ums Gute Sehen unter www.sehen.de.